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Täuschungsversuch Uni

Bei Prüfungen kann man bekanntlich versucht sein, fehlendes Wissen zum Beispiel so zu „kompensieren“, dass man Spickzettel vorbereitet, Lehrbücher, die in der Prüfung benutzt werden dürfen, um zusätzliche Inhalte anreichert, auf irgendwelche Art und Weise mit anderen Prüflingen oder jemanden außerhalb der Prüfung Kontakt aufnimmt.

Bei Bachelorarbeiten bzw. Masterarbeiten oder aber auch bei Online-Prüfungen könnte die Verlockung darin bestehen, die fehlende Anwesenheit von Aufsichtspersonen dazu zu nutzen, nicht zugelassene Hilfsmittel zu nutzen oder aber Gedanken und Wissen Dritter zu nutzen, ohne dies auch so deutlich zu machen. 

Wenn die Prüfungsbehörde den Vorwurf einer Täuschungsverhandlung erhebt, muss man das natürlich sehr ernst nehmen und sich bemühen, die Prüfungsbehörde davon zu überzeugen, dass der Vorwurf nicht begründet ist. Eine unter Verwendung nicht zugelassener Hilfsmittel erbrachte Prüfungsleistung wird in der Regel als „nicht bestanden“ bewertet. Es gibt Fälle, in denen die Prüfungsordnung es nicht dabei belässt, sondern eine Zwangsexmatrikulation als Folge vorsieht.

Die Prüfungsbehörde muss beweisen, dass ein Täuschungsversuch gegeben ist. Dieser Beweis fällt natürlich dann ganz einfach, wenn vom Prüfling nicht zugelassene Hilfsmittel (beispielsweise in die Bücher eingebrachte Klebezettel mit wichtigen Informationen) gefunden werden. In einem solchen Fall spricht schon der erste Anschein für das Vorliegen eines Täuschungsvorsatzes. Zu prüfen ist dann, ob man diesen ersten Anschein für das Vorliegen eines Täuschungsvorsatzes nicht entkräften kann, zum Beispiel ob der Prüfling nicht bewusst gegen die Regel des Prüfungsverfahrens verstieß und sich auch keinen unberechtigten Vorteil gegenüber den Mitprüflingen hatte verschaffen wollen. Das muss natürlich sachlich, widerspruchsfrei und glaubwürdig dargestellt werden. Gelingt dies, kann der Anscheinsbeweis erschüttert werden, es würde in der Folge der Prüfungsbehörde obliegen, den Vollbeweis für die Täuschungsabsicht zu erbringen. 

Es liegt auf der Hand, dass es von sehr großer Bedeutung ist, ob es gelingt, darzulegen und nachzuweisen, dass es die ernsthafte Möglichkeit eines vom Regelfall abweichenden Ablaufs gibt. Wer in einer solchen Situation sich befindet, wer sich also den Vorwurf einer Täuschung ausgesetzt sieht, kann zusammen mit Herrn Rechtsanwalt Sion sich gegen diesen Vorwurf zu Wehr setzen.

Ein Plagiat, also die Übernahme Gedanken Dritter ohne dies so erkennbar zu machen, ist auch ein Fall einer (versuchten) Täuschung. Es gibt hierzu mittlerweile eine sehr umfassende Rechtsprechung, die in Ihrem Fall von Herrn Rechtsanwalt Sion darauf überprüft würde, ob sie einschlägig ist. Da ein Plagiatsvorwurf auch noch nach mehreren Jahren erhoben werden kann, können die Folgen ausgesprochen negativ sein, er kann die berufliche Existenz nachhaltig beschädigen. Wird beispielsweise im Rahmen einer Dissertation ein Plagiatsvorwurf erhoben, kommt zu möglichen negativen beruflichen Folgen natürlich auch der Schaden im eigenen Ansehen hinzu, wird es doch auffallen, dass man seinen Titel auf einmal nicht mehr führt. Auch wenn gerade bei einigen Politikern (wie zu Guttenberg, Schavan, Giffey) in der Vergangenheit sich der Plagiatsvorwurf als zutreffend erwies, bedeutete das natürlich noch lange nicht, dass jeder Verdacht eines Plagiats auch begründet ist. Es ist durchaus möglich, dass mit übertriebenem Ehrgeiz von Prüfern oder sich dazu berufenen Dritten nach Plagiaten geforscht werden, ohne dass tatsächlich ein Plagiat vorliegt.

Einen Täuschungsvorwurf kann aber auch der-/demjenigen gemacht werden, die/der bei sich selbst abgeschrieben hat. Es gibt also auch Selbstplagiate. Wer also nicht erkennbar macht, dass sie/er eine schon einmal vorgelegte Arbeit oder Teile einer solchen noch einmal verwendet, kann des wissenschaftlichen Fehlverhaltens beschuldigt werden. Dem sollte und kann man entgehen, in dem man auf die frühere Arbeit verweist, also Angaben zur Quelle macht. Im Zweifel kann die von der Hochschule eingesetzte (Selbst-)Plagiat-Software erkennen, ob die neue Arbeit in Teilen identisch oder ähnlich einer bereits vorgelegten eigenen Arbeit ist.

Auf dieser Internetseite werden einige der zahlreichen möglichen Probleme bei Prüfungen näher dargestellt. So haben Sie schon eine Möglichkeit, eine eigene Beurteilung Ihrer Prüfung vorzunehmen. Wann immer Sie eine Beratung durch Herrn Rechtsanwalt Sion wünschen, Sie erreichen ihn telefonisch unter 0211 324274 oder per E-Mail: kontakt@sion-rechtsanwalt.de.